Grundsätzlich funktionieren beide satellitengestützten Ortungsverfahren nach identischem Prinzip: Ein Empfänger erhält Satellitensignale und berechnet anhand der darin enthaltenen Informationen die eigene, aktuelle Position (siehe auch: GPS - Global Positioning System). Der Unterschied beider Systeme liegt in der Form der Informations­über­mittlung.

Glonass GPS
Genauigkeit bis 10 Meter bis 5 Meter per WAAS 1 bis 3 Meter
Sendeverfahren Frequenzmultiplexing Code-Multiplexing

GPS-Satelliten senden auf einer Frequenz, während GLONASS-Satelliten dieselbe Information über zwei Frequenz-Bänder verbreiten. Damit ist es jedem GLONASS-Empfänger möglich die Verzögerung von Signalen, die in der Ionosphäre der Erde auftritt, auszugleichen und die Entfernung zum Satelliten genau zu berechnen. Aufgrund dieser Genauigkeit sind letztlich auch Positionsbestimmung und Geschwindigkeitsermittlung über GLONASS exakter.

GLONASS

Glonass steht für "Globalnaja nawigazionnaja sputnikowaja sistema" [Глобальная навигационная спутниковая система], zu deutsch "Globales Satellitennavigationssystem". Betrieben wird es vom russischen Verteidigungsministerium und dient als paralleles bzw. konkurrierendes System zum amerikanischen GPS, dem europäischen Galileo sowie dem chinesischen Beidou. Die GPS-Alternative ist seit 1993 aktiv und besteht mittlerweile aus 24 Satelliten.

Ein besonderer Vorteil entsteht durch Geräte, die beide Funktionsweisen kombinieren. Denn GPS/GLONASS-Empfänger haben auf nahezu doppelt so viele Satelliteninformationen Zugriff, wie ein spezialisiertes Modell. Die Ortung ist damit auch bei schlechten Bedingungen möglich.

Abhängigkeiten reduzieren

Betrieben wird GPS von Amerika und der Betreiber - das Pentagon - eines Navigationssystems hat verschiedene Möglichkeiten das Signal für bestimmte Anwendungen zu verändern. So wäre es denkbar, dass System zeitweilig komplett abzuschalten oder die Positionsbestimmung zu vergröbern. Aufgrund dieser Abhängigkeit hat Russland eine Zwei-System-Naviagtion als staatlichen Standard festgelegt. Quelle: Interview mit dem Präsident der GLONASS Organisation, Alexander Gurko

A-GPS

Bei A-GPS handelt es sich um ein unterstütztes Globales Positionierungssystem (Assisted Global Positioning System), bei welchem Hilfsdaten übertragen werden. Dadurch wird eine genauere und schnellere Positionsbestimmung möglich. A-GPS nutzt hierfür das GSM-Mobilfunknetz wodurch Kosten anfallen können.

GLONASS und GPS gemeinsam nutzen

Bei der Verwendung von zwei prallelen Systemen gewinnt der Anwender an Flexibilität. Zum einen wird die maximal mögliche Genaugkeit einer Ortung bis auf einige Zentimeter genau erhöht. Zum anderen wird die Zuverlässigkeit deutlich verbessert. Das bedeutet, bei schlechten Empfangsbedinungen steigt die Wahrscheinlichkeit für eine ositionsbestimmung. GPS- und Glonass-Tracker GL300

Mit dem GL300 bietet TiPronet ab sofort einen neuen GPS-GLONASS-Tracker für Personen an. Der Tracker kann unter anderem in der Hosentasche getragen werden oder am Gürtel, am Fahrrad oder per Magnethalterung unter dem Auto befestigt werden und hat eine Akkulaufzeit von bis zu 16 Tagen.

In unserem Shop finden Sie außerdem mit dem Aplicom A9 GLONASS und dem Aplicom A9 IPEX Fahrzeug- und Asset-Tracker solche praktischen Kombi-Modelle für Fahrzeuge.

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