Video ohne Regeln ist im Betrieb ein Risiko. Mit klaren Rollen, Zugriffskonzept und kurzer, zweckgebundener Aufbewahrung wird Video hingegen beherrschbar – und akzeptiert.
Dein Ziel: Du willst Beweissicherung und Betriebssicherheit, ohne dass Datenschutz zum Showstopper wird.
Ergebnis: Ein praxistaugliches Set aus Rollen, Zugriff, Vorfallprozess und dokumentierten Spielregeln.
Datenschutz heißt hier vor allem: Zweck, Zugriff, Aufbewahrung
Im Unternehmensumfeld entscheidet selten die Kamera über Erfolg oder Misserfolg – sondern die Frage, ob Ihr Regeln habt, die im Alltag durchgehalten werden.
Der pragmatische Kern:
- Zweck: Warum wird gefilmt (z. B. Beweissicherung, Schutz vor Vandalismus)?
- Zugriff: Wer darf sehen/exportieren – und wer ausdrücklich nicht?
- Aufbewahrung: So kurz wie möglich, Vorfälle gezielt sichern und dokumentieren.
Wichtig: Das ist kein Ersatz für Rechtsberatung. Wenn Ihr einen Datenschutzbeauftragten habt, binden wir ihn in den Prozess ein.
Typische Risiken im Betrieb
- Zu viele Leute haben Zugriff („jeder kann alles“)
- Keine klare Vorfall-Definition (wann darf gesichert werden?)
- Unklare Aufbewahrung (zu lang, zu unkontrolliert)
- Fehlende Dokumentation (wer hat was wann exportiert?)
Was ein sauberes Rollen- und Prozessmodell enthält
- Rollen: Admin, Clip-Owner, Leser (minimal) + Backup
- Vorfallstatus: ok / prüfen / Vorfall (mit Kurznotiz)
- Export-Policy: wer darf exportieren, wohin, wie wird protokolliert?
- Aufbewahrung: Standard kurz, Vorfälle gezielt länger (zweckgebunden)
Vorgehen: Video-Regeln als „Runbook“ definieren
- Zweck festlegen: Beweissicherung, Parkmodus, Schutz – klar priorisieren.
- Rollen definieren: Admin, Owner, Backup, Leser – und wer explizit keinen Zugriff bekommt.
- Vorfallkriterien: Welche Ereignisse dürfen gesichert/exportiert werden?
- Aufbewahrung: Standardlaufzeit kurz, Vorfälle nur mit Notiz/Bezug sichern.
- Protokoll: Export/Weitergabe immer dokumentieren (minimal, aber konsequent).
Stolperfallen, die intern Widerstand erzeugen
- „Wir filmen einfach mal“: Ohne Zweck und Regeln entsteht sofort Misstrauen.
- Keine Begrenzung des Zugriffs: Das ist der häufigste Fehler.
- Zu komplexe Prozesse: Wenn es 12 Schritte braucht, wird es nicht gelebt.
Entscheidungshilfe: Starte mit einem Minimalmodell: Admin + Owner + Backup + kurze Standardaufbewahrung. Dann erweitern, wenn es stabil läuft.
Kuratierten Geräte im Datenschutz-konformen Betrieb
Für Datenschutz ist nicht nur die Kamera relevant, sondern auch Zugriff, Exportweg und Prozess. Wir priorisieren Systeme, die sich sauber betreiben lassen (Rollen, Ereignisse, Vorfalllogik).
So wählen wir das passende Gerät aus
- Strom: Dauerstrom vs. Batterie – was ist realistisch im Alltag?
- Ereignisse: Welche Alarme sind wirklich kritisch (und welche nur „nice to have“)?
- Montage: Empfang + Manipulationsschutz – wo hält das Setup wirklich stand?
- Betrieb: Zuständigkeiten, Eskalation, Testplan – wer macht was, wenn etwas passiert?
Mit klaren Rollen wird Video beherrschbar
Wenn Zweck, Zugriff und Aufbewahrung geregelt sind, wird Video ein Werkzeug statt ein Risiko. Und genau dann wird es auch intern akzeptiert.
Weiterführend:
Rollen- und Prozessmodell für Video definieren
Du bekommst ein pragmatisches Runbook: Rollen, Vorfallkriterien, Aufbewahrung und Exportweg – so, dass es im Alltag gelebt wird.
Was wir von Dir brauchen
- Use-Case (Beweissicherung, Parkmodus, Flottenstandard) und Priorität
- Teamstruktur: wer soll Owner/Backup sein?
- Ob es einen Datenschutzbeauftragten gibt (intern/extern)
- Wie Ihr heute Vorfälle dokumentiert (oder ob es keinen Prozess gibt)