Im Notfall zählt nicht „Tracking“, sondern: Alarm auslösen, Empfänger erreichen, Rückmeldung bekommen. Eine Notfalltaste ohne klare Eskalation ist im Ernstfall zu langsam oder wirkungslos.
Ziel: SOS-Alarmierung so aufsetzen, dass sie zuverlässig funktioniert – technisch und organisatorisch.
Alarmierung ist Prozess – nicht nur ein Knopf
Bei Arbeitsschutz geht es um schnelle Hilfe. Dafür braucht ein SOS-System vier Bausteine:
- Auslösung: Taste, App, Automatik (z. B. Sturz/Bewegungslosigkeit – wenn vorgesehen)
- Ortung: Standort nur dann, wenn er gebraucht wird (Notfall / Ereignis)
- Eskalation: Owner + Backup + Stufen (wenn niemand reagiert)
- Quittierung: klare Rückmeldung: „Alarm angenommen“
So vermeidest Du „Alarm ins Leere“ und bekommst ein System, das im Alltag nicht nervt.
Was im Ernstfall wirklich hilft
- Schneller Trigger: wenige Sekunden bis Alarm raus ist
- Klare Empfänger: Bereitschaft, Leitstelle oder definierte Teams
- Rückmeldung: Quittierung innerhalb eines festen Zeitfensters
- Kontext: wer ist betroffen, wo ungefähr, was ist passiert (wenn möglich)
Was Du vorher festlegen solltest
- Welche Szenarien: Alleinarbeit, Nachtarbeit, Serviceeinsatz, Baustelle
- Wer ist Owner + Backup (und wann)
- Welche Eskalationsstufen sind sinnvoll
- Wie wird dokumentiert (nur das Nötige)
Vorgehen: SOS in 7 Schritten sauber einführen
- Szenarien definieren: Top 2–3 reale Notfallsituationen.
- Empfänger festlegen: Owner + Backup, ggf. externe Stellen.
- Eskalation definieren: Stufe 1/2/3 inkl. Zeiten.
- Ortungslogik festlegen: ereignisbasiert statt Dauertracking.
- Testplan starten: monatlicher Funktionstest + Quartalsübung.
- Notfallkarte/Anleitung: kurz, eindeutig, griffbereit.
- Review: Fehlalarme reduzieren, Kette nachschärfen.
Stolperfallen, die SOS entwerten
- Kein Backup: Owner nicht erreichbar → Alarm verpufft.
- Keine Quittierung: niemand weiß, ob Hilfe unterwegs ist.
- Zu viele Alarmarten: Fehlalarme führen zu Ignoranz.
- Keine Übung: im Ernstfall wird improvisiert.
Kuratierte Geräte für SOS/Alarmierung
Für Arbeitsschutz bewährt sind robuste SOS-Geräte, Apps oder kombinierte Lösungen – mit klarer Alarmkette und sauberem Rollenmodell.
Hinweis: Wichtig ist nicht „mehr Hardware“, sondern das richtige Zusammenspiel aus Einbau, Regeln (Geofences/Zeitfenster) und Alarmprozess.
So wählen wir das passende Setup aus
- Einsatz: Innen/außen, Alleinarbeit, Bereitschaft
- Auslösung: Taste, App, optional Automatik
- Ortung: ereignisbasiert, nur wenn nötig
- Betrieb: Owner, Eskalation, Testplan
Ortungsportal als Prozesszentrale
Alarme, Rollen, Historie und Nachweise laufen im Portal zusammen – dadurch wird das Thema operativ und skalierbar.
Alarmierung, die im Ernstfall funktioniert
SOS-Alarmierung einrichten
Du bekommst ein klares Setup aus Alarmkette, Eskalationsstufen, Quittierung und Testplan – ohne Alarmchaos.
Kurz eintragen
- Wofür SOS (Top 2–3 Szenarien)?
- Wer ist Owner + Backup?
- Gerät, App oder beides?